Soooo sehn Sieger aus, Schaallaallaallaallaaaaaaaa...
von: Marian Uhlig
Soooo sehn Sieger aus, Schaallaallaallaallaaaaaaaa,... dies war nur einer der Sprüche, welche nach dem letzten Spiel durch die Sporthalle in Stetten auf den Fildern hallte. Aber dazu später mehr.
Am Sonntag, den 19. März 2006, standen nun die letzten beiden Spieltage der C-Liga Saison 2005/06 auf dem Programm. 3 Teams spielten immer noch um den Meistertitel in dieser Staffel und 4 Mannschaften um den letzten der 2 Abstiegsplätze.
Wir hatten es am Vormittag mit 2 abstiegsbedrohten Mannschaften zu tun. Jolly Jumper (12:12) und Holzleim (8:16) standen nah beieinander und hatten nun auch gleich das erste Spiel an diesem Wochenende. Bei Holzleim liefen einige neue Gesichter auf und zeigten schon beim Einschlagen, dass mit ihnen an diesem Tag zu rechnen ist. Auch verlief das gesamte Spiel sehr eindeutig. Holzleim setzte sich klar mit 50:26 Punkten gegen die Jollys durch.
Im 2ten Spiel trafen wir nun auf die Jollys. Für uns war es wichtig den Gegner sofort zu attackieren und Punkte zu sammeln. Die Jollys hatten nach der Niederlage gegen Holzleim nun den Zugzwang zu gewinnen, um den Klassenerhalt zu sichern. Aber die Spielerinnen und Spieler des SV-Prag gaben den Jollys keinerlei Chance zu agieren. Mit 25:11 und 25:9 wurde der erste Schritt zum Meistertitel der C-Liga gemeistert.
Nun stand das wohl schwerste Spiel an diesem Tag auf dem Programm. Vorher war Holzleim immer nur zum Mittelmaß der C-Liga zu zählen gewesen, aber wie schon geschrieben standen neue Spieler auf dem Feld, welche eine wesentliche Verstärkung der Mannschaft darstellten. Die Trainer von Net mein Ball 1 analysierten das Spiel der Holzleimer gegen Jolly Jumper und versuchten die Schwächen im gegnerischem Spiel aufzudecken. Es waren nicht viele. Wir stimmten unsere Mannschaft darauf ein, dass in diesem Spiel wahrscheinlich jeder an seine Grenzen gehen müsse. Wir wollten erst einmal mit unserem Spiel beginnen und den Gegner unter Druck setzen. Wir spielten stark auf und hatten auch schnell einen Vorsprung, welchen wir aber nicht halten konnten und bei 9:9 selber eine Auszeit nehmen mussten. Wir spielten uns danach wieder einen Vorsprung von 15:10 heraus und nahmen bei einem Stand von 16:15 die 2te Auszeit. Das Spiel war von starken Angriffen und sicheren Blocks geprägt. Auf beiden Seiten wurden gelegte Bälle sicher wieder hoch geholt. Es standen sich zwei ebenbürtige Mannschaften gegenüber. Wir erarbeiteten uns noch mal eine Führung bis zum Stand 21:20. Jedoch lief ab da bei uns nichts mehr. Unstimmigkeiten in der Absprache am Netz machten es dem Gegner leicht unsere Angriffe runterzublocken. Leider hatten wir keine Auszeit mehr, aber auch das kann mal passieren. Dies zeigt, dass wir mehr an unserer Kommunikation arbeiten müssen. Wir verloren den ersten Satz mit 21:25 Punkten. Aber es war kein schlechter Satz. Es wurde Zeit die Taktik ein bisschen um zustellen. Sven hatte bei den Holzleimern einen fast undurchdringlichen Block gegenüber zu stehen. Auch konzentrierte sich der Gegnerische Block hauptsächlich auf die Mittelangreifer. Also war die neue Idee, mehr über außen anzugreifen. Am Anfang lief es noch ein wenig schleppend. Immer wieder wurde doch der Pass zum Mittelangreifer gesucht und dieser scheiterte am Block des Gegners. Aber es wurde immer besser im Spiel. Die Außenangreifer, fanden öfters den Weg am gegnerischen Block vorbei ins Feld und somit auch immer mehr Selbstvertrauen. Sven packte vorne beim Block ordentlich zu und der Doppelblock von Anja und Marian ließ die gegnerischen Angreifer verzweifeln. Wir brauchten in diesem Satz keine Auszeit, da dieser zu keiner Zeit in Gefahr stand. Also auf zum 3ten Satz. Dieser fing sehr deprimierend an. Wir verpassten den Start vollkommen. Schon nach wenigen Minuten nahm der Trainer eine Auszeit beim Stand von 2:6. Hier wurde noch mal vor Augen gehalten, dass wir variabel spielen müssen. Mittelblock zieht, Außenangriff hart platzieren. Auch nach der Auszeit ging es nicht richtig voran. Es stand mittlerweile 2:10. Demotivation machte sich breit. Keiner wusste Rat. Warum wollte es nicht klappen? Auf einmal fingen unsere Fans auf der Bank, die schon die ganze Zeit für ordentliche Stimmung gesorgt haben, richtig an Krach zu machen. Sie peitschte die armen Krieger auf dem Feld noch mal zu Höchstleitungen an. Und siehe da, wir kamen zurück ins Spiel. Saubere Annahmen von Ralph König und Steffi Schöffler-Noack machten es dem Zuspieler am Netz einfach die Pässe zu stellen. Wir konnten zu jeder Zeit agieren und reagieren. 11:15 und Holzleim musste eine Auszeit nehmen. Dies nutzten wir um noch mal darauf hinzuweisen, dass wir dran bleiben müssen. Appell an unsere Stärken und an das neugewonnene Selbstvertrauen. Und weiter setzten wir den Gegner unter Druck, immer wieder begleitet von unseren Fans, welche scheinbar immer mehr wurden. 2te Auszeit von Holzleim, Stand 20:21 aus unserer Sicht. Nun waren wir dran. Holzleim war verunsichert. Sie schickten alle Pässe nur noch über ihren besten Angreifer, ein Fehler, welchen wir auch schon zu oft gemacht haben. Ralph leitete unseren Siegeslauf mit einer Jahrhundert-Rettungsaktion ein, indem er einen Ball, welcher nach einem harten Angriff der gegnerischen Mannschaft schwer anzunehmen war, weit neben dem Feld zurück zu uns brachte. Und dann auch noch so präzise, dass Marian Uhlig vorn am Netz den Punkt mit einem leichten Angriff in die Lücke des Gegners erspielen konnte. Wir lagen vorne, Stand 24:21. Aufgabe auf unserer Seite und der Gegner stellt den Hinterfeldpass wieder zum besten Angreifer, welcher diesen unterhalb der Netzkante einschlagen ließ. Die Freude über den Sieg war groß, riesengroß. Es war ein schweres Spiel, ein hartes Spiel, ein Spiel der Nerven. Aber wir wussten, bei wem wir uns bedanken mussten. Unserem Fanblock!!!
Mittagspause, die hatten wir uns verdient. Rein rechnerisch konnte unserem ersten Platz niemand mehr gefährlich werden, denn Unterlenningen, nach dem 6ten Spieltag Punktgleich mit uns, hatte sein Vormittagsspiel verloren. Somit waren wir schon Meister. Aber nein, damit gaben wir uns nicht zufrieden. Blockbusters Beinstein war der nächste Gegner. Noch bekannt aus der Hinrunde war es die Mannschaft, welche ihren ersten Sieg in dieser C-Liga Saison gerade gegen uns feiern konnte. Wir wollten ihnen zeigen, dass wir auch anders können. Also rauf auf den Platz und gleich Druck machen. Die Trainer appellierten noch mal an die gesamte Mannschaft, dass nicht übermütig, sondern mit der nötigen Konzentration gespielt werden solle. Jeder wollte gegen Blockbusters gewinnen und so spielte auch jeder. Der noch am Vormittag auf dem Feld schlafende Matteo Radatti überzeugte vorn am Netz mit gut gelegten Bällen. Sven stellte seinen, von ihm mittlerweile nicht anders zu erwartenden guten Block. Steffi und Anja überzeugten beide durch gutes Zuspiel und sichere Annahmen. Christian bewegte sich schnell in der Annahme, um Lücken in der Feldabwehr zu schließen. Auch wirkt er im Außenangriff immer stärker und sicherer. Das Spiel verlief eher ruhig. Die SpielerInnen des SV-Prag bestimmten zu jeder Zeit das Spiel. Der erste Satz wurde deutlich mit 25:15 Punkten eingefahren. Der zweite Satz knüpfte nahtlos an. Wieder kaum Unsicherheiten auf der Seite von Net mein Ball 1 und auch der Fanblock feierte das gute Spiel. 24:16 stand es für uns und wir hatten Aufgabe. Ein fetter Block von Sven und Matteo, Ball war unten und wir lagen uns in den Armen. Es wurde geschrieen, gejubelt und getanzt. So sehn Sieger aus … dröhnte durch die Halle. Die anderen Mannschaften unterbrachen kurz ihr Spiel und teilweise wurde auch Beifall geklatscht.

Vorsorglich hatten die Trainer gleich eine Flasche Prosecco mitgebracht, für den Fall, dass wir Meister werden. Und er war nicht umsonst mitgebracht. Fröhliche Stimmung vor der Halle und viele Gespräche. Alle waren glücklich, von Müdigkeit nun kaum noch eine Spur. Ein ganz doll großer Dank geht an den Fanblock, denn ohne ihn hätten wir nicht solch einen bravourösen Spieltag absolvieren können. Auch geht ein großer Dank an Bärbel Siebert, welche sich bereit erklärt hatte, bei einem gesundheitlichen Ausfall einzuspringen, wohl wissend, dass sie auch hätte nicht eingesetzt werden können.

Fazit der Trainer: Wir haben gesehen, wozu hartes Training und Disziplin führen kann. Wir haben als Mannschaft über die ganze Saison hinweg eine konstante Leistung gezeigt. Wir haben es geschafft, viele Schwächen in den Griff zu bekommen. Wir werden weiter auf diese Leistung aufbauen. Wir danken der Mannschaft, dass sie die Vorgaben der Trainer verstanden und gut umgesetzt haben. Bleibt weiter dran, denn der Erfolg gibt euch Recht.
Gespielt haben: im Zuspiel Anja Stobbe, Bärbel Siebert und Steffi Schöffler-Noack; im Mittelangriff Marian Uhlig und Svenne Bergmann; im Außenangriff Christian Kiefer, Matteo Radatti und Ralph König
Unser Fanblock: Anne Ruhnke, nebst Praktikantin und Praktikant ;-), Iris, Alex Frey, Bärbel Siebert und Volker Noack
zum Seitenanfang / zur Berichtübersicht
Es geht um die Tabellenspitze
von: Marian Uhlig
Am 05. Februar 2006 trafen sich die Mannschaften der C-Liga Ost in Botnang zum 5. und 6. Spieltag. 3 Teams hatten es sich an der Spitze gemütlich gemacht. Vorne weg „Always Ouzo“, gefolgt von „Net mein Ball 1“ und „Unterlenningen“. Net mein Ball ging diesmal mit nur 3 Stammspielern zum Spieltag, da aus gesundheitlichen und privaten Gründen 4 Leute nicht konnten.
Wie es der Zufall so wollte, hatten wir auch gleich am Vormittag die Mannschaften „Always Ouzo“ und „Unterlenningen“ als Gegner auf dem Platz. Also würde hier der Grundstein für die vorderen Platzierungen zu legen sein. Das erste Spiel war „Net mein Ball 1“ gegen „Always Ouzo“. Der Schlüssel zum Sieg liegt gegen diesen Gegner darin von Anfang an mit Druck zu spielen und dem Gegner keine Chance zum Aufbau des eigenen Spieles lassen – so die Ansprache des Trainers. Wir gingen also aufs Feld und gleich von Anfang an wurden die SpielerInnen von Always Ouzo im Dauerfeuer der SV-Prager in die Defensive gedrängt. Der erste Satz konnte ohne nennenswerte Probleme mit 25:14 gewonnen werden. Eines haben wir in der C-Liga gelernt: unterschätze deinen Gegner nie, auch wenn der 1.Satz souverän gewonnen werden konnte. Also spielten wir so weiter, wie wir im 1.Satz aufgehört haben. Mit 25:19 besiegelten wir unseren ersten Sieg und stießen einen Anwärter auf die Tabellenspitze zurück. Im 2.Spiel trafen „Always Ouzo“ und „Unterlenningen“ aufeinander. Wie zu erwarten wurde es ein Krimi. Obwohl Unterlenningen im 1.Satz 25:15 gewinnen konnte, haben sie anscheinend den Fehler gemacht und den Druck gegen Always Ouzo herausgenommen und Always Ouzo konterte mit einem 25:18 Sieg im 2.Satz.
Also musste der 3.Satz die Entscheidung bringen. Hier wieder konnte sich Unterlenningen einen respektablen Vorsprung herausarbeiten und den Satz mit 25:16 gewinnen. Zwar haben sie gewonnen, aber wieder einen Satz mehr verloren. Dies kann am Ende auch ausschlaggebend sein.
Das 3.Spiel am Vormittag war dann „Unterlenningen“ gegen „Net mein Ball 1“. Wir hatten das vorangegangene Spiel gut beobachtet - wussten, wo die Stärken und Schwächen des Gegners lagen. Wir konzentrierten uns auf die Hauptangreifer der Unterlenninger und zeigten ihnen des öfteren, dass bei uns kein Durchkommen ist. Mit vielen hart geschlagenen Angriffen ins Feld des Gegners konnten wir das Spiel mit 25:18 und 25:18 aus unserer Sicht beenden. Nach dem Vormittag nun standen wir auf Platz 1. Aber es kam noch der Nachmittag.
Hier hatten wir es mit einem Gegner zu tun, welchen man auch gern als Angstgegner bezeichnen möchte. Jedes Spiel gegen diese Mannschaft macht Spaß, aber nie schaffen wir es uns durchzusetzen. Das Spiel begann und die SpielerInnen von „Sechs im Netz“ legten ein sagenhaftes Tempo vor. Bis zum Spielstand von 11:14 konnten wir das Spielgeschehen kontrollieren, doch dann kam ein grundlegender Einbruch: Die Annahme fand den Weg zum Netz nicht mehr, das Zuspiel kam nicht dort an, wo es hinsollte und die Angreifer übten keinen Druck mehr aus. Am Ende des Satzes konnten wir uns noch mal fangen, aber das war nur noch Ergebniskosmetik. 21:25 ging der 1.Satz verloren. Kein Grund die Köpfe hängen zulassen. Seitenwechsel und dann zeigen wir mal wie wir zu spielen verstehen. Und der Satz verlief gut. Unser Gegner musste von Anfang an einem Rückstand hinterherlaufen. Nur nicht nervös werden und den Vorsprung abgeben. Nein das taten wir nicht.
Wir gewannen den 2.Satz mit 25:18 Punkten. Mittlerweile hatten sich die anderen Mannschaften eingefunden, um zuzusehen: herrlich umkämpfte Ballwechsel, voller Einsatz bei jedem Ball, starke Angriffe und sehr gute Blockarbeit auf beiden Seiten machten das Spiel äußerst spannend und abwechslungsreich. Der 3.Satz musste die Entscheidung bringen. Am Anfang konnte sich Sechs im Netz zwar ein wenig absetzen (0:4), aber Net mein Ball 1 konterte und zwang den Gegner beim stand von 4:6 aus der Sicht des Gegners eine Auszeit zu nehmen. Kurze Zeit später versuchten wir mit einer Auszeit wieder ins Spiel zu finden. Auf und weiter. Es wurde wacklig, die SpielerInnen aus beiden Mannschaften arbeiteten mit den Nerven. Schusseligkeitsfehler wurden gemacht - leider bei uns mehr als beim Gegner. So stand es dann auf einmal 19:24. Aber wir gaben nicht auf. Kurze Zeit später stand es 23:24, bis ein Angriff des Gegners dieses Spiel besiegelte. 23:25 verloren wir den 3.Satz. Die Enttäuschung war zunächst groß. Wir haben zu spät losgelegt. Egal, ein Spiel hatten wir noch und das wollten wir gewinnen.
Das 2.Spiel war zwischen „Sechs im Netz“ und „Häretikon“. Trotz starkem Start von Häretikon konnte am Ende wieder „Sechs im Netz“ jubeln.
Diesem Beispiel wollten wir folgen und beeindruckten unseren Gegner immer mehr mit variablem Angriff. Häretikon konnte teilweise nur zusehen, wie wir unser Spiel nach Belieben aufbauten. Unsere Zuspielerinnen Steffi und Bianca packten einen guten Pass nach dem anderen aus und gewannen zunehmend an Selbstbewusstsein. Für die Angreifer war es dadurch leichter die Lücken beim gegnerischen Block zu erkennen. Christian Kiefer fuhr zu Höchstform auf und schlug Bälle ins gegnerische Feld, die selbst ihn erstaunten. In der Abwehr standen die beiden Svens sehr souverän. Nur einer schlappte träumerisch übers Feld – Marian war so fasziniert vom Spiel, dass er teilweise staunend daneben stand. www.lahmerSack.de war nur einer der Sprüche, die er sich dann anhören konnte. Aber das nahm er gern in Kauf, denn es machte Spaß diesem Spiel beizuwohnen. Wir konnten das Spiel gegen Häretikon mit 25:17 und 25:20 gewinnen.
Eine 3:1 Bilanz ist immer was Positives. Und die Freude wurde noch größer, als man sich den Tabellenstand anschaute und sah, dass man nun auf Platz 1 der C-Liga stand. Dieser Verdienst geht an alle Spieler, die während der Saison bisher in der 1.Mannschaft gespielt haben. Wir hoffen, dass wir nach dem 7. und 8. Spieltag auch vorne sein werden.
Gespielt haben:
Steffi Schöffler-Noack, Bianca Kaluza, Christian Kiefer, Marian Uhlig, Svenne Bergmann und Sven Kaluza
Dank an die Fans die uns begleitet haben:
Anja Stobbe, Margaritha und Gerhard Kiefer, Sandra und Marcel Ebner, Eva, Henrik Obst und Clau Gaßmann, Ulrike Wursthorn
zum Seitenanfang / zur Berichtübersicht
3. und 4.Spieltag: „Der Kampf der Verfolger“
von: Marian Uhlig
Am 18. Dezember 2005, knapp eine Woche vor Weihnachten und genau 4,5 Stunden nach unserem letzten Turnier trafen die Volleyballer des SV-Prag in der Sporthalle in Unterlenningen ein. Aber von Müdigkeit war keine Spur. Natürlich wurden erstmal die Kaffeemaschinen zur morgendlichen Arbeit angetrieben und auf das Einschneien der anderen Mannschaften gewartet.
Eine kurze Begrüßung vom Staffelleiter und dann begannen auch schon die ersten Spiele. Jeder war heiß dem Gegner zu zeigen, wo man in der Tabelle hingehört. Wir starteten nach den ersten beiden Spieltagen als drittplatzierte Mannschaft in den Tag. Glück hatten wir, dass wir das 1.Spiel pfeifen durften. Denn so hatten wir die Chance den neuen Gegner „Holzleim“, welcher leider personell bedingt an den ersten beiden Spieltagen nicht auflaufen konnte, zu studieren.
Danach hieß es dann auch für uns „Rauf aufs Feld“! Warm machen, die Gelenke lockern und dem Gegner beim Einschlagen schon mal zeigen, mit wem sie es gleich zu tun bekommen. Das Spiel begann recht ruhig. Holzleim versuchte die Schlappe aus dem Vorspiel wieder wett zu machen und die SpielerInnen von Net mein Ball 1 taten erst einmal nur das was zu tun notwendig war. Doch nach einer kurzen Auszeit und die Erinnerung, dass jeder gewonnene Punkt mehr am Ende ausschlaggebend sein kann, wendete sich das Spiel. Sehr druckvoll wurde auf Seiten des SV-Prag aufgespielt und die SpielerInnen von Holzleim kamen aus der Feldabwehr nicht mehr raus. Am Ende gewannen wir den 1.Satz deutlich mit 25:16. Wechsel und auf zum 2.Satz. Wir waren heiß und dies zeigten wir sofort wieder. Schon lagen wir uneinholbar in Führung und doch – da war er wieder - unser „Fehlerteufel“. Viele kleine Fehler, Stellungsfehler und unbewegliches Spiel machten es schwer den Satz zu beenden. Jedoch zeigten wir wiedermal, dass wir eine Mannschaft sind und es verstehen uns gegenseitig zu unterstützen. Also konnten wir auch diesen Satz gewinnen und gingen am Ende mit 2:0 und 50:31 Punkten vom Platz. Sehr gut.
Voller Elan warteten wir auf „Jolly Jumper“. Ein Gegner, welcher schwer einzuschätzen war. Doch was war das? Jolly Jumper zeigte kaum Reaktion. Wir konnten im 1.Satz tun und lassen was wir wollten. Lediglich bis zum Punktestand von 4:4 blieben sie dran. Immer wieder schlugen Bälle aus allen Positionen bei Jolly Jumper ein. Der eifrigste Punktesammler war unser wieder erstarkter Neuzugang Matteo, der nach Mut machenden Worten von Anja Stobbe seine Hemmungen gegenüber riskanten Angriffen ablegte und sichere Punkte einfuhr. Am Ende stand es 25:12. Unglaublich aber wahr. Doch kein Grund überheblich zu werden. Die Trainer appellierten noch mal an den letzten Spieltag des Vorjahres, wo Jolly Jumper uns so richtig vorgeführt hatte. Auch die SpielerInnen von Jolly Jumper wussten um ihre Stärken und fingen an uns unter Druck zu setzen. Richtige Befreiungsaktionen kamen aber von beiden Seiten nicht auf. Mitte des Satzes endlich zeigte Svenne Bergmann, wie man einen Block richtig zu setzen hatte und demoralisierte die gegnerischen Angreifer. Wir führten mit 24:19 und wieder kamen unsere Unsicherheiten. Am Ende aber konnten wir über einen 25:22 Sieg jubeln und gingen stolzen Hauptes zum Mittagessen.
Da wir am Nachmittag aufgrund des bedauerlichen Ausscheidens der Mannschaft TSV Schmiden nur ein Spiel hatten, konnten wir es etwas ruhiger angehen lassen. Hier ging es gegen den Absteiger aus der B-Liga, welcher bis zu diesem Zeitpunkt noch kein Spiel aus eigener Kraft gewinnen konnte.
Die Trainer hatten sich das Spiel der Mannschaft Blockbuster Beinstein streckenweise angeschaut und mussten feststellen, dass sie DAS Spiel betrieben, mit dem wir nicht klar kommen: leichtes Pressing, wenig Druck, Sicherheit, uns immer wieder zum Spielaufbau zwingen. Eindringlich redeten die Trainer und warnten vor dem bevorstehenden Spiel. Jedoch traf ein, was die Trainer voraussagten. Egal was wir machten - mehr als ein gewollter Ball zum Gegner entstand meistens nicht. Immer wieder wurden Bälle gleich rüber gespielt oder schlecht angenommen. Wir spielten nicht nur gegen Blockbuster Beinstein, sondern auch gegen uns selbst. Durch die verunsicherte Annahme konnten kaum Angriffe aufgebaut werden und somit Punkte gemacht werden. Erst spät im 1.Satz fanden wir zu unserer Stärke und saugten uns noch mal heran, aber leider zu spät. Mit 18:25 verloren wir diesen Satz.
Aber wir waren am Ende wieder ins Spiel gekommen und wollten es weiter umsetzen. Als der Pfiff des Schiedsrichters ertönte, war das Spiel der SV-Prager jedoch bereits wieder verflogen. Wieder turnten wir kopflos hinter dem Ball her. Ratlosigkeit machte sich breit. So viel gute Vorsätze und nix wollte gelingen. Einzig Anja Stobbe konnte mit einer fehlerlosen Annahme aufwarten. Die Angreifer kamen nur selten ins Bild. Noch mal eine Auszeit und Abschütteln der Nervosität. Und siehe da. Der Satz war zwar schon wieder ziemlich am Ende, aber diesmal reichte es: 25:21 und die Gewissheit, das wir gewinnen konnten. Also auf zum 3.Satz und dann unter die Dusche. Und wieder das Debakel der vorausgegangenen Sätze. Sehr sehr schnell lagen die Net mein Baller mit 1:7 zurück, wieder rannten wir den Bällen hinterher und spielten sie dem Gegner rüber, als ob wir uns mit ihnen einspielen wollten. 18:24 stand es. Eigentlich ein Punktestand zum Aufgeben, aber das kennen wir nicht. Eine phantastische Aufgabenserie von Svenne Bergmann, sichere Block’s und Angriffe von Marian Uhlig und Matteo Radatti, sowie gute Feldabwehr von Anja Stobbe, Steffi Schöffler-Noack und Heike Pedemonte, ließen bei einem Punktestand von 23:24 wieder an einen Sieg hoffen. Doch dann kam ein schwerer Angriff vom Gegner: wir waren dran, aber leider hat es nicht sollen sein. 23:25 und die bittere Erkenntnis, das wir 1:2 verloren hatten, trübten die Stimmung ein bisschen.
Jedoch warum?! Wir haben gut gespielt. Haben 2 Spiele gewonnen und eines geschenkt bekommen (wie alle anderen Mannschaften auch). Wir müssen uns hinter unserem Spiel nicht verstecken, wir müssen uns Gedanken über unsere Schwächen, aber auch unsere Stärken machen. Als Trainer können wir sagen, dass wir wiedermal stolz auf unsere Mannschaftsleistung waren. Jeder hat sein Bestes gegeben und mehr verlangen wir nicht. Wenn es nicht sein soll, dann soll es eben nicht sein, und davon abgesehen gibt es noch eine Rückrunde. Wir haben unser neues Läufersystem sehr gut umzusetzen verstanden. Wir müssen uns vor unserer Leistung nicht verstecken. Wir stehen nicht umsonst auf Platz 2 und jagen den Gegner vor uns her. Kopf hoch und weiter an den Fähigkeiten feilen. Wir danken euch für diesen schönen Spieltag und freuen uns auf die weiteren, die wir mit euch zusammen bestreiten dürfen!
Gespielt haben: im Zuspiel Heike Pedemonte und Steffi Schöffler-Noack; im Mittelangriff Marian Uhlig und Sven Bergmann; im Außenangriff Anja Stobbe, Matteo Radatti und Volker Noack
zum Seitenanfang / zur Berichtübersicht
Volker's Version vom 3. und 4.Spieltag der D-Liga
von: Volker Noack
Am Sonntag, 27.11.05, trafen sich die Spieler von Net mein Ball 2 in der Stegwiesenhalle in Remshalden Geraldstetten. Die Mannschaft der Ober-Hurgler war der Ausrichter des 3.+4.Spieltages.
Unser 1.Gegner war der Tabellenführer aus Untertürkheim. Mit dem nötigen Respekt - jedoch ohne Angst -
sind wir in dieses Spiel gegangen. Wir waren von den Untertürkheimern etwas überrascht.
Unerwartet schlecht präsentierte sich die Mannschaft, ohne unsere eigene Leistung schmälern zu wollen.
Ein dominierender SV Prag beherrschte den Gegner nach Belieben und so konnte der 1.Sieg des Tages verzeichnet werden.
Motiviert ging die Mannschaft in das nächste Spiel. Durch die veränderte Aufstellung im 2.Spiel kam die Mannschaft etwas aus dem Tritt. Es war ein Spiel mit Höhen und Tiefen, die Ober-Hurgler spielten nicht nur ihren Heimvorteil aus, sondern bekamen von uns ein ums andere Mal Punkte geschenkt. Leichtsinnige und vermeidbare Fehler wurden nicht abgestellt und so ging der 1.Satz an die gegnerische Mannschaft (18:25).
Nach einer Lagebesprechung und guter Worte schaffte es die Mannschaft aus eigener Kraft den Gegner
so unter Druck zu setzen, dass wir den 2.Satz mit 25:18 für uns entscheiden konnten.
Nun kam also der 3.Satz. Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung wurde schnell ein ordentlicher
Vorsprung erspielt, jeder dachte, dass das Spiel daheim sei! Da aber denken bekanntlicherweise Glücksache ist, haben wir durch eigene Fehler den Gegner stark gemacht! Erst die Einwechslung von Svenne Herbert Bergmann beim Spielstand von 23:19 verunsicherte die gegnerische Mannschaft so sehr, dass der Sieg doch noch zustande kam!
Nach der kurzen und wenig nahrhaften Mittagspause trafen wir auf die alte Mannschaft von Alex aus Musberg.
Was keiner glaubte geschah doch. Obwohl wir gut gespielt hatten in den ersten beiden Spielen, war eine weitere Steigerung zu verzeichnen. Endlich spielten alle das, was wirklich in ihnen steckte. Ich möchte hier besonders unsere Mittelangreifer, vor allem Ralf König erwähnen, die keinen nennenswerten Angriff durchließen. Die wenigen Bälle, die zu einem Punkt führten, waren oftmals durch unser eigenes Pech verschuldet.
Musberg war für uns zu keinem Zeitpunkt des Spiels eine Gefahr. Leider mussten wir im dritten Spiel verletzungsbedingt auf Ralf Bölter (Rückenprobleme) und Matze verzichten (Wadenkrampf). Anmerkung: Ab sofort gilt: alle Aktivitäten vor einem Spieltag sind altersbedingt in Betracht zu ziehen und ggf. zu unterlassen!
Das bedeutet: Ralf B., in unserem Alter sollten wir die Frau auf nach dem Spieltag vertrösten (kleiner Scherz am Rande), tja und Matze sollten wir vielleicht mehr Kerosin mit an Bord geben, dann kann er länger durch das Feld fliegen, vielleicht hat er dann weniger Probleme mit seinem Fahrgestell! Ich hab mir teilweise wirklich überlegt, ob wir einen Fluglotsen einstellen, der den Luftraum überwacht! Nun auch dies ein kleiner Scherz, der hoffentlich als solcher verstanden wird.
Also was ich eigentlich sagen wollte: Ziel mehr als erreicht, das dritte Spiel gewonnen und jetzt zum Highlight des Tages!
Im vierten und letzten Spiel standen wir unseren Freunden von SAS gegenüber! Wie auch in der letzten Saison war dieses Spiel einfach unglaublich, beide Mannschaften kämpften, zeigten teilweise Nerven, gaben sich einen offenen Schlagabtausch. Nach drei hartumkämpften Sätzen trennten wir uns mit insgesamt 70:70 Punkten. Leider hatten wir nur einen Satz gewonnen und SAS zwei, es gibt aber auch noch ein Rückspiel auf welches ich mich jetzt schon freue.
So nun komme ich zum Schluss:
Das Fazit: Es war ein unglaublich schöner Spieltag und ich möchte mich für die erbrachte Leistung bedanken! Ihr wart alle SPITZE und noch mal SPITZE und noch mal SPITZE!!!!!
zum Seitenanfang / zur Berichtübersicht
3. und 4.Spieltag D-Liga
von: Bärbel Siebert
Pünktlich trafen wir uns um 9.30 Uhr in Remshalden zum 3. und 4.Spieltag der D-Liga.
Gleich das 1.Spiel ging gegen den Tabellenführer TB Untertürkheim 1. Gut eingestimmt vom „Coach“ Volker und voller Selbstvertrauen vom 1./2.Spieltag begannen wir. Mit sicheren Aufschlägen, gutem Stellungsspiel und tollen Angriffen ging der 1.Satz mit 25:10 Punkten klar und verdient an uns. Nun hieß es die Spannung und Konzentration auch im 2.Satz beizubehalten, denn wir waren uns sicher, dass Untertürkheim wiederkommen würde. Aber es kam kaum etwas vom Gegner und so konnten wir genauso druckvoll aufspielen und gewannen mit 25:15 Punkten auch den 2.Satz. Der Jubel und die Stimmung waren riesig, denn insgeheim hatte jeder vor diesem 1.Spiel einen Heidenrespekt.
Der nächste Gegner - die Oberhurgler, Ausrichter dieses Spieltages - standen in der Tabelle auf Platz 6. Also eigentlich ein leichterer Gegner. Aber wir taten uns schwer. Schnell führten sie und wir versuchten durch unser eigenes Spiel wieder heranzukommen. Zum Teil gelang es, aber am Ende hieß es 18:25 Punkte für die Oberhurgler. Den 2.Satz begannen wir hochkonzentriert und führten bald mit ein paar Punkten Vorsprung. Nun waren es die Oberhurgler, die versuchten heranzukommen, aber wir behielten die Nerven und spielten unser Spiel und so ging der zweite Satz mit 25:18 Punkten an uns. So musste deshalb der 3.Satz entscheiden; wir hatten schnell einen ordentlichen Vorsprung und wiegten uns wahrscheinlich schon in Sicherheit. So kam es wie es kommen musste und die Oberhurgler kamen noch einmal verdammt dicht heran. Die letzten Reserven wurden mobilisiert um unser eigenes Spiel aufzubauen und den Gegner unter Druck zu setzen. 25:20 Punkte und wir hatten unser Tagessoll erfüllt.
Nach einer kurzen hungrigen Mittagspause standen die zwei letzten Spiele des Tages auf dem Programm.
Dampfhammer Musberg machte uns das Leben wahrlich schwer. Vor allem, da Ralf - unser Außenangreifer - wegen Rückenproblemen nicht mehr spielen konnte und mitten während des Spiels auch unser Mittelangreifer Matthias wegen Wadenkrämpfen ausfiel. Aber trotzdem bezwangen wir die Musberger mit 25:23 und 25:21 Punkten.
Der letzte Gegner war SAS Stuttgart - eine Mannschaft, mit der wir schon zusammen in der E-Liga gespielt haben und auch ansonsten das ein oder andere Trainingsspiel ausgefochten haben. Wir wussten über ihre Stärken und Schwächen und sie über uns. So kam ein abwechslungsreiches und hochklassiges Volleyballspiel zu Stande. Das Ergebnis lautet 22:25, 25:20 und der dritte Satz 23:25.
Wie ihr sehen könnt, waren alle drei Sätze hart umgekämpft und es hätte eigentlich keinen Sieger oder Verlierer geben dürfen.
Fazit: Drei Spiele gewonnen und nur eines sehr knapp verloren. Somit stehen wir nach der Hinrunde als Aufsteiger auf dem 2.Tabellenplatz und uns trennen nur 15 Bälle (Balldifferenz) vom 1.Platz.
Gespielt haben: Anne, Anto und Bärbel als Stellerinnen; Matthias, Ralph und Sven als Mittelangreifer; Alex, Ralf und Volker als Außenangreifer
zum Seitenanfang / zur Berichtübersicht
Ein Spieltag mit Höhen und Tiefen
von: Anja Stobbe und Marian Uhlig
Lange fieberten die Spieler der 1.Mannschaft diesem Tag entgegen. Lange wurde trainiert, neue Spielzüge eingebaut und Schwächen versucht auszumerzen. Nun endlich sollte sich zeigen, ob das Training erfolgreich war.
Am Vormittag des 20.11.2005 mussten wir uns gegen die altbekannte Mannschaft Always Ouzo beweisen. Typisch für uns kamen wir auch am Sonntag im 1.Satz nicht so richtig ins Spiel. Erst spät - gegen Mitte des ersten Satzes - konnten wir uns endlich aufraffen. Wir holten den Gegner zwar ein, aber verloren dennoch mit 22:25.
Endlich unser eigenes Spiel gefunden, lauschten wir noch kurz der positiv klingenden Ansprache des Trainers und starteten dann in den 2.Satz. Sichere Annahmen, ein gutes Zuspiel und kräftige Angriffe ließen beim Gegner nur noch Resignation zu. Sicher gewannen wir diesen Satz mit 25:15. Im 3.Satz kam Always Ouzo zwar noch mal kurz ins Spiel, aber sie konnten sich nicht lange gegen die Net mein Baller wehren. So konnten wir den 3.Satz, wenn auch nicht ganz so souverän wie den vorhergehenden, mit 25:17 für uns entscheiden. Der erste Tagessieg war da.
Nun mussten wir das Spiel zwischen Always Ouzo und dem Aufsteiger Unterlenningen schiedsen. Und zu unserer großen Überraschung hatten Always Ouzo abermals keine Chance: Unterlenningen spielte mit viel Druck und gewann locker in zwei Sätzen. Ob dieser Aufsteiger wie wir letzte Saison auf dem besten Wege zum Vizemeister war???
Wir waren nun jedenfalls gewarnt. Ohne den Aufsteiger zu unterschätzen gingen wir aufs Spielfeld. Das Ziel: unser eigenes Spiel spielen und es dem Aufsteiger nicht zu leicht machen.
Das Spiel begann mit guten Angriffen und guter Feldabwehr auf beiden Seiten. Beide Mannschaften machten individuelle Fehler – bei uns waren es die Aufgaben, die ein auf andere Mal nicht im gegnerischen Feld landeten. Aber am Netz waren wir sicher und spielten uns damit einen kleinen Vorsprung heraus. Am Ende gewannen wir den 1.Satz mit 25:20 - das war knapp! Nun waren wir gespannt, ob Unterlenningen im 2.Satz noch mal angreifen oder aufgeben würde. Wie es sich für einen motivieren Aufsteiger gehört, entschieden sie sich für das Angreifen. Das Spiel der SV-Prager fing an zu wanken - die vielen Aufgabenfehler brachten Missstimmung und schnell einen Rückstand von 6 Punkten. Um diesen aufzuholen, ging Trainer Marian Uhlig volles Risiko ein und versuchte es mit Sprungaufgaben. Mit Erfolg! Zu hart, zu schnell, zu schwierig für den Gegner. Und wenn dann doch mal eine Annahme glückte, so scheiterte Unterlenningen bei Svenne Bergmann, der das Netz kontrollierte. Wir hatten den Sieg fast in der Tasche - es stand 24:19 für uns. Aber irgendwie verloren wir nun plötzlich den Faden. Unterlenningen konnte sich wieder herankämpfen. Glück für uns, dass der Gegner beim Stand von 24:23 die Aufgabe verschlug und wir somit doch noch gewannen. 2:0 - das hört sich gut an, war aber teuer erkämpft. Wie dem auch sei – dies war schon mal ein guter Start in die Saison.
Am Nachmittag trafen wir auf einen weiteren Aufsteiger – Häretikon. Bereits beim Schiedsen mussten wir abermals feststellen, dass auch dieser Aufsteiger nicht unterschätzt werden durfte. In diesem Spiel mussten Druck und Sicherheit entscheiden.
Und wie erwartet, wurde es kein eindeutiges Spiel, viel eher wankte es immer hin und her. Zu unseren Aufgabenschwächen gesellten sich nun auch gelegentlich noch Zuspielprobleme. Es wurde ein schweres, Kräfte zerrendes Spiel. Immer wieder versuchten Anja Stobbe, Sven Bergmann und Volker Noack die Mannschaft voran zu peitschen und zu motivieren. Letztendlich gewannen wir den ersten Satz mit 25:23. Der Gegner aber war dem Sieg ebenfalls sehr nahe gewesen und spielte im 2.Satz auch dementsprechend: ein Mix aus gelegten Bällen und guten Angriffen zwangen uns zu viel Bewegung und Einsatz. Aber die Defensive funktionierte gut – auch Neuling Matteo Radatti konnte sich beweisen. Wir gewannen auch den 2.Satz - mit 25:20. Es war ein Arbeitssieg, aber es hat sich gelohnt!
Im letzten Spiel traf man auf Sechs im Netz. Wir wissen nicht, woran es lag: war es die nachlassende Konzentration, fehlende Kraft oder einfach nur ein richtig starker Gegner? Jedenfalls wurde die Stimmung immer getrübter und jeder war in Gedanken auf der Suche nach Erklärungen. Obwohl Anja, Sven und Volker unermüdlich nach vorne drängten, motivierten – vielen Dank dafür! - wollte einfach kein Spiel zustande kommen. Obwohl die Feldabwehr größtenteils stimmte, fanden zu wenig Pässe den Weg zum Angreifer. Vermehrte Fehler, steigende Unsicherheit brachten selbst Svenne und Marian aus dem Spiel.
Wir verloren deutlich beide Sätze. Eine herbe Niederlage, die ihre Spuren hinterließ. Völlig resigniert gingen die Spieler von dannen, setzten sich zu ihren Sachen und dachten über das Spiel nach. Vielleicht war sogar gut gewesen, auch ein Spiel zu verlieren. Wir haben gesehen, dass wir angreifbar sind und wo wir sicherer werden müssen.
Die Resignation hielt deshalb auch nicht lange an. Das waren erst die ersten beiden Spieltage, es folgen andere Spiele und auch das Rückspiel. Wir hatten 3 Spiele gewonnen und stehen auf Platz 3. Darauf können wir auf jeden Fall stotz sein!
Und mal sehen, was der 18.12.2005 bringt, wenn wir auf die 4 übrigen Mannschaften treffen.
Fazit: Überwiegend haben wir ein sehr gutes Volleyball gezeigt. Wir haben als Mannschaft agiert und es zu verstehen gewusst uns gegenseitig zu unterstützen. Wir sind in der Saison gut angekommen und haben den ersten Schritt zum Saisonziel - im oberen Drittel zu landen – gut gemeistert. Wir werden weiter an uns arbeiten müssen, aber der Spieltag hat gezeigt, dass wir gemeinsam gewinnen und verlieren und als Team auch weiterhin oben mitmischen können.
Fragen, Anmerkungen und Gedanken zu diesem Bericht, bzw. Spieltag könnt ihr ins Forum schreiben. Bitte nutzt diese Möglichkeit aus!
Gespielt haben: im Zuspiel Heike Pedemonte und Steffi Schöffler-Noack; im Mittelangriff Marian Uhlig und Sven Bergmann; im Außenangriff Anja Stobbe, Matteo Radatti und Volker Noack
zum Seitenanfang / zur Berichtübersicht
Auftakt in der D-Liga bravourös gemeistert!
Am Sonntag, 23.Oktober 2005, war es endlich so weit: die Saison der D-Liga hat begonnen.
Neugierig betrat man die Sporthalle in Fellbach, um die anderen Mannschaften in Augenschein zu nehmen. Den einen oder anderen Spieler bzw. auch Mannschaft kannte man, aber ansonsten viele neue Gesichter.
Nachdem alle Mannschaften kurz vorgestellt und die zwei Aufsteiger, SAS Stuttgart und wir, sehr herzlich willkommen geheißen wurden, ging es los. Das erste Spiel wurde zwischen „Mikado“ und „Der mit dem Ball tanzt“ ausgetragen. Die Mannschaft „Mikado“ kannten wir bereits von unserem Trainingsspiel vor zwei Wochen. Völlig unbekannt aber war die zweite Mannschaft. So war es gut, dass wir das Spiel schiedsen durften und den anderen Gegner etwas unter die Lupe nehmen konnten.
„Mikado“ verlor in drei hart umkämpften Sätzen. Nachdem wir 5 Sätze im Trainingsspiel gegen Mikado verloren hatte und eben diese Mannschaft nun hier verlor, war klar, dass ein Spiel gegen „Der mit dem Ball tanzt“ gut durchdacht angegangen werden musste.
Bevor es aber soweit war, trafen wir zunächst auf „Mikado“. Mit großen Respekt vor dem Gegner begann das 2.Spiel, aber wir merkten schnell, dass wir nicht chancenlos waren. Es wurde ein abwechslungsreicher Satz, bei dem es keinen klaren Sieger zu geben schien. Am Ende hatten dann aber doch die anderen die Nase vorn und wir verloren mit 24:26 Punkten. Auch den zweiten Satz konnte „Mikado“ mit 25:20 Punkten gewinnen. Aber wir hatten gut mitgehalten und waren deshalb nicht sehr betrübt.
Wichtig nun das nächste Spiel gegen „Der mit dem Ball tanzt“. Mit großen Selbstvertrauen und viel Druck begannen und beendeten wir den ersten Satz. Der Gegner kam gar nicht zum Zuge. Das Ergebnis 25:8 spricht für sich. Hoch bejubelt ging man an den 2.Satz, der wesentlich ausgeglichener war, jedoch sicher mit 25:18 an Bord geholt wurde. Der erste Spieltag war gespielt, ein Spiel verloren, eines gewonnen - wir waren mit unserer Leistung äußerst zufrieden.
Nach der Mittagspause traten wir gegen die „Schmetterlinge“ an, die wir bereits aus vergangenen Spielen kannten. Die Gefahr sich einschläfern zu lassen ist hier stets groß, und obwohl wir uns dessen bewusst war, kam es, wie es kommen musste: wir vergeigten den ersten Satz mit 19:25. Neu motiviert steigerten wir uns im 2.Satz und entschieden diesen mit 25:20 für uns. Der dritte Satz war spannend – jeder wollte ihn gewinnen – und wir konnten triumphieren. Nach dem 25:18 hatten wir unser Tagesziel erreicht – mindestens zwei Spiele wollte man gewinnen.
Kein Grund aber zum Zurücklehnen – das letzte Spiel gegen „Willi-Volley-3“ stand noch aus. Knapp, ohne sich wirklich absetzen zu können und mit so manch wackeligen Situationen konnten wir aber auch hier einen Sieg verbuchen. 25:20 und 25:19 beendete man das letzte Spiel und brachte den dritten Erfolg heim.
Fazit: Drei von vier Spielen gewonnen, der zweite Tabellenplatz – ein unerwartet gutes Ergebnis des D-Liga-Auftaktes. Wir können also mithalten und sind darauf mächtig stolz.
Gespielt haben: im Zuspiel Anne Ruhnke, Anto dePaola und Bärbel Siebert; im Mittelangriff Ralph König und Sven Bergmann; im Außenangriff Alex Frey, Ralf Bölter und Volker Noack
zum Seitenanfang / zur Berichtübersicht
|